Jod-Hochdosis Myome Brustzysten

Jod-Hochdosis bei Myomen & Brustzysten

Kyra Kauffmann und Lynne Farrow sind bekannte Namen im Zusammenhang für die Wichtigkeit von Jod und sie sprechen in ihren Büchern vom „Jod-Hochdosis-Protokoll“. Aufgrund von Myomen und Brustzysten hatte ich dieses Thema bereits seit längerem im Visier, aber der Begriff alleine erzeugt bei mir in gewisser Weise Respekt. Jedoch bestätigte sich nach meinem letzten Gyn-Besuch ein weiteres Wachstum der Myome, um einige Millimeter pro Jahr. Begonnen hatte ich mit zwei ca. 2cm großen Myomen, nach 5 Jahren sind sie 5cm. Trotz hoher Rimkus-Progesteron-Dosierung scheint es zu keinem Stillstand zu kommen: Kann klappen, muss aber nicht.

Ich hörte von so mancher begeisterten Frau, die gute Erfolge bei der Verkleinerung erzielen konnte.
Also: Auf zu neuen Wegen und überraschen lassen, was passiert!

Mit Rimkus kehrt sehr viel „Traute“ zurück, das kann ich euch sagen.;-) Ich werde nach zig Jahren des ‚Haderns‘ noch etwas angehen, dauert aber noch ein wenig bis es spruchreif ist. Werde euch berichten – versprochen!

Ich habe mir gedacht, es könnte vielleicht die ein oder andere von euch interessieren, wie es mir mit dem Jod-Hochdosis-Protokoll ergeht, wie sich die Größe der Myome & Brustzysten verändert und habe mich erneut für die Tagebuchform entschieden.

Warum Jod-Hochdosis in Eigenregie?

Wie immer habe ich gelesen und gelesen. Jod scheint mir das Logischste zu sein auszuprobieren, wie es das Wachstum von Brustzysten & Myomen beeinflusst. Es erscheint mir nicht so schwierig selbst zu versuchen und wüsste im Moment nicht, wie mich ein Arzt unterstützen könnte. Sollten Probleme auftauchen, kann ich immer noch auf die Suche gehen, denke ich mir. Werte werde ich nächstes Jahr bestimmen lassen, wo ich ’stehe‘. Kriterien, die eine Jodbehandlung bzw. die Jod-Hochdosis-Therapie ausschließen, trafen auf mich nicht zu.

Jodsättigungstest aus 24-Stunden-Sammelurin

Auch hier bin ich zu dem Schluss gekommen abzuwarten. Ein Jodmangel ist bei mir so gut wie sicher aufgrund Myome und Brustzysten, in Bayern lebe ich auch. Sicher nicht das beste Land für eine optimale Versorgung mit Jod, behaupte ich mal. Fisch ist jetzt auch nicht so unbedingt meine absolute Lieblingsspeise – zugegeben.;-)

Es wird auch berichtet, beim ersten Test könnte aufgrund des Jodmangels ein verfälschtes Ergebnis herauskommen, das besagt, man hätte keinen Mangel.

Beginn der Jod-Hochdosis-Therapie am 02.10.22

Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Details über Jod findet ihr auf dieser Website.

Ich habe mir alles besorgt, was ich für die Jod-Hochdosis-Therapie benötige. Die Angaben unterscheiden sich bei den Autorinnen und ich habe mich letztendlich für folgende Zusammenstellung entschieden:

5%ige Lugolsche Lösung mit erforderlichen Cofaktoren täglich:

  • 2x 500mg Vitamin B 3 („Non-Flush“) – Einnahme nicht nüchtern
    Die Dosis soll langsam gesteigert werden, da es zu einer starken Rötung am ganzen Körper kommen kann. Ich habe es am ersten Tag vorsichtig mit einer geöffneten Kapsel versucht. Am 2. Tag habe ich 1x 500mg genommen, nach 1 Woche auf die Tagesdosis 2x 500mg erhöht.
  • 3x 100mg Vitamin B 2
    Ich war überrascht, da ich wohl überlesen hatte, dass sich der Urin gelb färbt.;-)
  • 3g Vitamin C, das ich in Form von liposomalem 1000mg (3x 1 TL) zu mir nehme, da es sehr gut verträglich ist und länger im Körper anhält.
  • 200mg Selen als Selenmethionin (Lynne Farrow), ich werde mit Natriumselenit (Kyra Kauffmann) abwechseln. Einnahmeabstand zu Vitamin C!
  • 300 bis 600mg Magnesium. Ich nehme 2x täglich, je 400mg Elementares. Ich teste mich hier noch durch, da ich bisher kein Magnesium genommen habe. Auch hier unterscheiden sich die Autorinnen.
  • Zink (nur Kyra Kauffmann) wird mit 15 bis 50mg angegeben – Einnahme nicht nüchtern
    Ich habe mich für 25mg entschieden. Mein Wert war bei der letzten Messung sehr gut, daher probiere ich es erstmal so.
  • Vitamin A (nur Kyra Kauffmann) habe ich Tropfen mit 3.000 IE gewählt, angegeben sind Zahlen zwischen 10.000 und 25.000 IE. Ich nehme vorerst 6.000 IE.
  • Bei Lynne Farrow gibt es noch den zusätzlichen Hinweis auf ein umfangreiches Vitamin- und Ernährungsprogramm.
  • Dazu Sole: 1/2 TL unbehandeltes Meersalz aufgelöst in 250ml Wasser. Im Protokoll ist von 1/4 TL die Rede, es gibt aber eine Anmerkung bzgl. schnellerer Wirkung bei 1/2 TL Einnahme. 2x täglich wird empfohlen, damit die Entgiftungsreaktion nicht so stark ausfällt. Ich trinke es 1x täglich mit der ersten „Kapsel-Fuhre“, da ich bisher keine Veränderungen oder Symptome bemerkt habe.
  • Zusätzlich wird empfohlen, täglich einen 1/2 TL unbehandeltes Meersalz über die Nahrung zuzuführen.

Erwähnt wird außerdem, dass auch bei bereits guten Mikronährstoffspiegeln nicht auf die Cofaktoren verzichtet werden kann.

Die Entscheidung für die Lugolsche Lösung

Einerseits ist es preiswert, andererseits erscheint es mir als die natürlichste Form. Es gibt noch Tabletten (Iodoral®), die bei höherer Dosierung recht teuer sind und der ‚Überzug‘ der Pille sagt mir nicht zu. Es wäre für mich wie ein ‚Medikament‘ mit unerwünschten Zusätzen. 

Im Jod-Hochdosis-Protokoll wird die Steigerung auf (mindestens) 50mg empfohlen.

Ich hatte erst vorsichtig mit 2 Tropfen im Wasser begonnen, 3 am nächsten Tag, 3. Tag 5, 4. Tag 8 und so lasse ich es erstmal.
Geduld ist nicht meine Stärke, gebe ich zu und ich habe bei Rimkus auch gute Erfahrungen gemacht, in dem die Dosierungen nicht zögerlich erhöht wurden.

Fazit am Tag 9 der Jod-Anwendung:

Bisher keine wirkliche Veränderungen bemerkt. Kurzzeitig hatte ich die ersten Tage leichte Anflüge von Kopfschmerzen, die aber schnell wieder weg waren.

Nun harre ich der Dinge, die noch kommen.;-)

Jod und Kopfschmerzen?

Mittlerweile schreiben wir den 08.11.2022. Mit der Zeit fühlte ich innere Unruhe, leichte Benommenheit und etwas Herzrasen. Ein Zeichen, dass ich NDT (Schweineschilddrüsenextrakt) reduzieren sollte. Ich nehme nun nur noch Thyreogland 35 um ca. 11 Uhr, Jod-Dosis um ca. 23 Uhr.

Ende Oktober bekam ich Kopfschmerzen, nicht sehr stark, aber lästig und den ganzen Tag über. Mir fiel ein, dass ich bei Nebenwirkungen von einer 48-stündigen Pause gelesen hatte, die Cofaktoren werden weitergenommen. Es sind Entgiftungssymptome und das Pausieren entlastet die Nieren.
Am ersten Tag waren die Kopfschmerzen „Geschichte“ und haben bisher nicht mehr eingesetzt.

Bei der Einnahme von 25mg Zink fiel mir auf, dass mir irgendwie „komisch“ wurde. Ich nehme es nun nicht mehr täglich. In den Rimkus-Kapseln habe ich eine kleine Menge Zinkgluconat, was nur ein Siebtel von elementarem Zink darstellt. Ich werde es beobachten.
Auch strecke ich die Einnahmen nahezu über den Tag verteilt und nehme höchstens zwei Cofaktoren zusammen ein. Zuviele zusammen machten ein unbehagliches Gefühl im Magen.

Jod und Salzsole, sowie Salzzufuhr

Die Salzlösung nehme ich seit gut einer Woche gar nicht mehr, davor ab und zu. Evtl. werde ich sie zwischendurch nochmal durchführen.
Die Salzsole ist übrigens in der Lage, Bromide, die sich im Körper befinden, zu binden und über die Nieren auszuscheiden. Bromide sind ähnliche chemische Verbindungen wie Jod und können die Natrium-Jod-Symporter besetzen, was zu einer Beeinträchtigung der Aufnahme von Jod in die Zelle führt.

Die Erkenntnis der heilenden Wirkung von Salz verdanken wir übrigens den Ärzten vom Golf-Krieg, die amerikanische Soldaten, die an einer Bromvergiftung litten, erfolgreich mit Kochsalzlösung behandelt haben.

Wie Lugolsche Lösung richtig verdünnt wird

13.11.22: Im Buch steht, die Flüssigkeit in ein Glas mit Leitungswasser zu tropfen. Ich habe ein 250ml-Glas gefüllt und die Lugolsche Lösung einzeln eintropfen lassen. Der Geschmack ist so ‚lala‘.;-) Nun dachte ich, ich mache es ganz schlau und nehme nur 2cm Wasser, tropfe das Jod ein, trinke und nehme den Rest der Wassermenge danach.
Bis letzte Woche ging das gut. Auf einmal fielen mir Halsschmerzen auf. Erst dachte ich mir nicht viel dabei, Propolis genommen, vielleicht ein Infekt im Anzug. Aber es kam nichts, ich fühlte mich ansonsten gut. Es war nur jeweils morgens, danach verlor es sich wieder. Bis es mir wie Schuppen von den Augen fiel: Es kann nur an der „konzentrierten“ Art & Weise liegen, wie ich die Lugolsche Lösung eingenommen habe! Nun habe ich gestern und vorgestern mit Jod pausiert und es war auch heute komplett weg.
Ich Hirni!;-)

Übrigens noch ein Tipp: Vitamin-C als Paste soll helfen, Flecken wieder aus Textilien und Oberflächen zu bekommen.



2 Kommentare

  1. Gine

    Liebe Ruth,
    wieder ein sehr faszinierendes Thema.
    Bin gespannt wie es weiter geht.
    Also mit LL, jetzt habe ich es gelesen 👍🏼
    Viel Erfolg 🧡
    Gine

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