Rimkus®-Methode und Gewichtszunahme

Gewichtszunahme kommt in Verbindung mit der Rimkus®-Methode immer wieder zur Sprache, so dass ich es für ein wichtiges Thema in unserer Wohnzimmer-Runde halte. Besonders häufig stellen neue Rimkus®-Methode-Anwenderinnen die Frage im Hormon-Netzwerk-Forum oder in meiner Facebook-Gruppe.

Sexualhormone und Gewicht – wie hängt das zusammen?

Rimkus-Methode und Gewichtszunahme

Sexualhormone haben einen erheblichen Einfluss auf fast jeden Lebensbereich, somit auch auf Stoffwechsel und Gewicht:

Östrogene können zu Wassereinlagerungen führen (= Zunahme) und zur Beschleunigung des Stoffwechsels (= Abnehmen).
Außerdem wirken Östrogene auf die Stimmung: Bessere Laune kann auch wiederum bedeuten mehr Appetit zu haben.

Progesteron
verstärkt den Stoffwechsel direkt (Verbrennung geht hoch) und indirekt über eine höhere Empfindlichkeit für
Schilddrüsenhormone (schnellere Verbrennung lässt Gewicht sinken). Zudem wird, sofern genügend Progesteron
vorhanden ist, auch wieder ausreichend Cortisol gebildet.

Cortisol ist das körpereigene Stress- und Entzündungshormon, das bei einem Überschuss zu einer Diabetes-Neigung und Heißhunger-Attacken führen kann.

Testosteron wirkt sich auf Muskeln aus und steigert unter anderem den Drang aktiv zu sein. Dadurch wird die Verbrennung angekurbelt und kann ebenso zu einer Gewichtsabnahme führen.

Was für eine Rolle spielt die Rimkus®-Methode dabei?

Mit der Rimkus®-Methode wird ein zu niedriger Hormonspiegel auf natürliche Art und Weise ausgeglichen. Liegen keine weiteren Stoffwechselerkrankungen vor, normalisiert sich das Gewicht nach dem Auffüllen mit Rimkus-Kapseln wieder. Dazu müssen Werte ein halbes Jahr stabil sein. Klingt zu einfach? Ist aber tatsächlich so!

Aber…

Ein wichtiger Punkt, der oft wenig Beachtung findet, ist die Schilddrüse. Die Schulmedizin nimmt nur den Blutwert TSH ab, auch wenn Patienten Schilddrüsenhormone einnehmen. Nach diesem Wert wird die Einstellung gemacht, was nicht ausreicht! Auch Ärzte, die fT3 und fT4 mitbestimmen, halten sie automatisch in den Referenzbereichen des Labors für „in Ordnung“. Diese Werte bilden eine große Bandbreite von Personen dieser Altersgruppe ab, jedoch sind sie nicht automatisch optimal! Vergleichbar mit den Referenzbereichen eines Nicht-Rimkus-Labors zur Bestimmung der für die optimale Rimkus-Dosierung nötigen Werte. Niedrige Ergebnisse passen zwar zum Beispiel zu Menschen im mittleren Alter, jedoch genügen sie nicht, um ein beschwerdefreies und gesundes Leben führen zu können.
Wer möchte nicht versuchen noch viele Jahre aktiv zu genießen, nicht wahr?!

Lebensfreude bis ins hohe Alter


Ich finde „Natürliche Therapie“ von Kristine Fredriksson eine sehr informative Schilddrüsen-Website mit Rechner!

Was hat die Schilddrüse mit Gewichtszunahme zu tun?

Das ist schnell erklärt: Der Blutwert fT3 zeigt den aktiven Teil der Schilddrüse an, der für einen guten Stoffwechsel sehr wichtig ist. Schilddrüse benötigt Progesteron, um keine Fehlfunktion zu erleiden. Jedoch finden Eisprünge nur in einer begrenzten Zahl im Leben einer Frau statt, die bereits bei Geburt festgelegt ist. Es kann daher bereits in den 30ern schon vereinzelt zu fehlenden Eisprüngen kommen. Eine Frau bemerkt es an einem schlechten Befinden vor der Periode. Hier fällt oft der Begriff von PMS.
Im späteren Verlauf bleiben Eisprünge ganz aus oder die Follikel ‚altern‘ und können nicht mehr genügend Gelbkörper ausschütten. Östrogen ist zu dem Zeitpunkt normalerweise noch länger intakt. (Sofern keine synthetischen Hormone im Spiel sind bzw. waren, die die Hormonwerte trotz Absetzen nicht mehr ansteigen lassen. Besonders beim FSH kann es nach Jahren noch zu sehen sein.)

Wie verhält es sich bei Männern?

Bei Männern sinken ebenso Östrogen und Progesteron im Laufe des Lebens, so dass sie mit einer Gewichtszunahme konfrontiert werden. Auch Männer können von Funktionsstörungen der Schilddrüse betroffen sein.
Hormone sinken mit 2-3% pro Jahr zwar gleichmäßiger und somit auch „unmerklicher“ als bei einer Frau, dennoch können auch Männer die zahlreichen Beschwerden von Frauen im Laufe der Zeit treffen.

Auch das Testosteron ist sehr wichtig für Körpergewicht und Muskelmasse. Die Muskeln verbrennen einen Großteil der aufgenommenen Energie (= Kalorien aus der Nahrung). Ist Testosteron aber niedrig, steigt auch das Gewicht an.
Ein niedriger Testosteronspiegel ergibt sich aufgrund eines Progesteronmangels!

Fazit:

Gewichtszunahme Insulinresistenz

Der Stoffwechsel wird maßgeblich von Hormonen gesteuert. Hier spielt das Verhältnis der Sexualhormone eine große Rolle: Testosteron und Progesteron führen zu einem erhöhten Energieverbrauch. Östrogene können vermehrt Bauchfett verbrennen, aber auch zu vermehrten Wassereinlagerungen führen. Um eine Gewichtszunahme zu vermeiden, würde man Östrogen eher im normal niedrigen Bereich und Progesteron (sowie Testosteron) eher im normal hohen Bereich ansiedeln.

Oft wird auch der Einfluss der Schilddrüsenhormone auf den Stoffwechsel nicht beachtet, der aber für die Gewichtsregulation das wichtigste Stellrad ist. Dr. Beck empfiehlt Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) zu bestimmen und freie Werte im hochnormalen Bereich einzustellen.

Natürlich kommt es auch immer auf das Verhältnis der Energiezufuhr und dem Energieverbrauch an, also wieviel man isst und wieviel man durch Bewegung verbrennt.

Unter „Bierbauch“, „Metabolisches Syndrom“ & „Diät“ findest du noch was zum Thema.

Meine eigene Erfahrung:

Ich habe in den Jahren vor Beginn der Rimkus®-Methode einige Kilos zugenommen. Davor hatte ich Untergewicht, obwohl ich immer eine gute und „deftige“ Esserin war. Ich habe noch nie wirklich Sport gemacht und niemals eine Diät. Daran habe ich bis heute nichts geändert, auch an meiner Ernährung nicht. Ich habe lediglich eine Stuhlfloraanalyse machen lassen und für Dysbalancen im Darm fehlende Bakterien für ein halbes Jahr zugeführt.
Im ersten Jahr der Rimkus-Einnahme kam auch nochmal das ein oder andere Kilo dazu. Anfangs war ich bei einer Frauenärztin, die sich in der Rimkus®-Therapie als großer Reinfall entpuppte. Als ich entsprechende Erhöhungen von einem kompetenten Rimkus-Therapeuten erhielt, blieb das Gewicht nach kürzester Zeit im Normalbereich stehen. Nach der Rimkus-Einstellung habe ich meine Schilddrüsenunterfunktion mit NDT (Schweineschilddrüsenextrakt) behoben und es purzelten 5 Kilos.

Meine Meinung zu den Beiträgen im Hormon-Netzwerk-Forum & in meiner Facebook-Gruppe:

Es sind meist kurze Beiträge, deren Inhalt sehr wenige Infos enthalten. Sind Dosierungen und Blutwerte erwähnt, entsprechen sie nicht den Rimkus-Normbereichen oder es werden Cremes verwendet, die in der Rimkus®-Methode nicht vorkommen. Auch wird zu wenig Geduld aufgebracht: Erst wenn Rimkus-Zielwerte 6 Monate stabil sind und auch eventuelle Fehlfunktionen der Schilddrüse beachtet werden, kann sich die hormonell bedingte Gewichtszunahme wieder regulieren.

Die Frau verliert bei Hormonmangel ihre bisherige Taillenform und bekommt eine „Matronenfigur“. Typische „Problemzone“ Bauch-Beine-Po nimmt zu.
Beim Mann ist eine Zunahme am Bauch und oft ein Brustwachstum zu beobachten.

20 Kommentare

  1. Simone

    Hallo Ruth,

    Ich habe vor 2 Monaten meine Ernährung umgestellt, kaum Zucker und wenig Kohlenhydrate – dazwischen schon auch mal 4 Wochen gar keine um den Stoffwechsel auf „reset“ zu setzen. Keine Ahnung ob das für das folgende Thema auch eine Rolle spielt.
    Ich war lange egtl ganz gut eingestellt – hatte noch Anfang des Jahres extrem hohe Testosteron werte (über die Creme meines Mannes aufgenommen 🤪) diese sind jetzt endlich wieder normal. Aber: seitdem habe ich eine komische Östrogendominanz (außerhalb der Rimkus normierte)- starke Brustschmerzen, Zysten Bildung an kurz vor Eisprung. Ich habe daher Progesteron in der Nacht erhöht – plus 50mg – mein Progesteron ist seitdem auch zum ersten Mal endlich auf 25 gestiegen (vorher 2-3 Jahre 15). Allerdings haben sich auch durch die Erhöhung die Symptome nicht verbessert. Habe gestern einen neunen blutbefund bekommen der das alles aussagt.
    Ich bin 42 und habe daher noch normale Zyklen. Hast du eine Idee wie ich den östeogenspiegel normalisieren könnte? Danke und viele grüsse

    1. Hallo Simone,

      zunächst was Anderes, nur nebenbei: Testosteron ist beim Mann nicht das, was man nehmen sollte, sondern hier fehlt das Progesteron und nicht selten auch Östrogen. Auch für die Prostata ist Progesteron DAS Hormon schlechthin.;-)
      Um was ging es dir bei Testosteronanwendung?

      Aber nun zu deiner Frage: Leider hast du keine Dosierung geschrieben, so dass ich mir kein Bild von den Werten machen kann, die du auch nicht genannt hast. „Eigentlich gut eingestellt“, lässt mich etwas Skepsis sein.;-) Wird ein Labor verwendet, das ein Roche-Testkit verwendet, wäre dann meine 2. Frage. Ist es eine zertifizierte Apotheke die 3. Frage. Es ist von dem, was du schreibst, nicht zu glauben, dass eine Erhöhung um 50mg Progesteron pro Tag den Wert um 10 ng/ml erhöht. Auch wäre bei einem Wert von 15 ng/ml eher keine so massiven Beschwerden zu erwarten, sofern ansonsten ärztlich alles abgeklärt.
      Es gibt in dem Sinne keine Östrogendominanz, ich habe es auf meiner Seite erklärt, vielleicht magst du es lesen.

      Du siehst, es wären mehr Infos nötig, um konkreter dazu was sagen zu können. Würde aber in diesem Rahmen hier auch zu weit führen.

      Herzliche Grüße,
      Ruth

  2. Julia

    Es tut mir leid, ich muss dazu kurz etwas sagen. Das Problem der Gewichtszunahme unter Rimkus ist sehr auffällig in den entsprechenden Foren. Die Frauen essen normal weiter und treiben Sport und nehmen zu. Ich habe noch nie gehört, dass man das mindestens sechs Monate lang hinnehmen muss und dann darauf vertrauen darf, dass wenn die entsprechenden Zielwerte erreicht sind, die Kilos wieder wie von selbst purzeln. Ich halte das aus wissenschaftlicher Sicht für Nonsens.

    1. Hallo Julia,

      ja, das stimmt, man liest oft darüber, aber ich habe bisher noch niemanden erlebt, der auch wirklich gut eingestellt war oder es wurde nicht darauf geantwortet, wenn ich Fragen dazu gesstellt hatte. Leider ist es oft so, dass gerade bei Östrogen zu niedrig dosiert wird, obwohl mehr nötig wäre, was aber für die Gewichtszunahme ein möglicher Grund ist. So lange die Einstellung noch nicht individuell optimal ist, wird auch noch eine Zunahme erfolgen. Auch das ist sehr häufig mit eine Ursache. Ein guter Rimkus-Therapeut wird seine Patienten mit 2, 3 Dosierungen schon recht gut vorangebracht haben, so dass es alleine dadurch üblicherweise zu einem Stopp kommt.
      Ich habe hierzu im Blog „Woman on Fire“, bitte bis „Bierbauch“ scrollen, was dazu geschrieben.

      Wenn du schon öfter von mir gelesen hast, wirst du auch gesehen haben, dass ich oft auf die Schilddrüse hinweise, die bei fehlendem P sozusagen immer eines Tages in die Unterfunktion rutscht. Auch eine schlechte Einstellung der Schilddrüse, verlangsamt den Stoffwechsel. Der fT3 hat hier eine hohe Bedeutung aus meiner Sicht.

      Gedanken sind frei, liebe Julia.;-)

      Viele Grüße,
      Ruth

  3. Bettina

    Ich muss sagen, dass ich die Aussicht, die nächsten anderthalb Jahre mit Übergewicht herumzulaufen, alles andere als tröstlich finde. Ich habe in der Menopause ungefähr 10 Kilo zugenommen,von Größe 36 auf 40, trotz hoher Disziplin. Mehr soll es nun wirklich nicht werden, sonst wird der eventuelle Gewinn durch Rimkus durch Depression über den dicken Bauch zunichte gemacht. Zumal ich natürlich erhofft habe, dass mein Hormonbauch durch die Östrogene schwindet. Ich finde die Erklärung auch nicht so recht einleuchtend, warum soll ein Bauch, der durch fehlende Hormone entstanden ist, durch Auffüllen der Hormone größer werden? Wassereinlagerungen okay, aber die können oder dürfen doch nicht 1,5 Jahre anhalten? Schade, das verleidet mir die Therapie ziemlich. Habe gleich mein erstes Beratungsgespräch und werde das mit der Ärztin besprechen.

    1. Hallo Bettina,

      wie ich dich verstehe, möchtest du erst beginnen und hattest heute dein Erstgespräch. Die Gewichtszunahme ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig, nicht selten ist die Schilddrüse beteiligt. Eine Zunahme ist in den Wechseljahren aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels und fehlender Hormone häufig, auch in der Postmenopause sieht man weitere Zunahmen. Die Taille verliert sich. Besonders Brust, Bauch, Po nimmt an Umfang zu. In meinem Blog-Beitrag „Woman on fire“ findest du die Erklärung, wie sie Dr. Rimkus beschreibt. Er sagt auch, bestehende Zunahme geht nicht durch bloße Hormoneinnahme zurück. Ich weiß nicht, was du damit meinen könntest, dass das Ergänzen fehlender Hormone den Bauchumfang vergrößern soll. Wassereinlagerungen liegen durchaus dauerhaft vor, gerade wenn Progesteron fehlt.

      Viele Grüße,
      Ruth

      1. Bettina

        Liebe Ruth, was ich damit meine ist, dass ja viele Frauen durch den Progesteronmangel zunehmen, so auch ich. Dennoch nehmen viele Rimkusanwenderinnen beim Auffüllen der Hormone weiter zu und das ist das, was ich nicht verstehe und natürlich auch nicht will. Durch das Zuführen des Progesterons müsste doch eher das Gegenteil stattfinden, dass man langsam wieder abnimmt, bei entsprechender Lebensführung natürlich. Deshalb verstehe ich auch nicht, dass Dr. Beck das verneint. Bei mir war es vor Rimkus so, dass ich trotz großer Disziplin bei Sport und Essen nie mehr auch nur ansatzweise auf mein früheres Gewicht kam. Meine Rimkusärztin, die seit elf Jahren die Therapie macht und sehr erfahren ist, meint, dass die starke Gewichtszunahme einiger Anwenderinnen auf ein zu schnelles Anheben des Östrogens zurückzuführen ist. Ich mache die Therapie jetzt seit zwei Wochen und hoffe einfach, dass ich davon verschont bleibe. Die Bemerkung über die Wassereinlagerung war so gemeint, dass einige Ärzte die Gewichtszunahme bei Rimkus auf Wassereinlagerungen zurückführen.

        1. Hallo Bettina,

          eine Zunahme ist nicht zwingend der Progesteronmangel, oft liegt es zusätzlich an zu wenig Östrogen. Oft wird Östrogen auch niedrig dosiert, obwohl die Werte sich nicht in den Normbereichen befinden. So lange die Aufdosierung erfolgt, ist ein Mangel da und somit kann hier auch eine Gewichtszunahme erfolgen. Zu Gewichtszunahme findest du auch einen Blogbeitrag von mir. Außerdem ist in dem Beitrag zum Buch von Dr. de Liz ab „Bierbauch“ noch zusätzlich von Gründen zu lesen.
          Es ist auch wichtig zu bedenken, dass die Schilddrüse aufgrund Steroidhormonmangels ebenso ‚leidet‘ und sich auf lange Sicht gesehen meistens eine Unterfunktion einstellt. Das wiederum führt zu einem niedrigen fT3, das für die Stoffwechselaktivität essentiell ist. Es wird oft vergessen, dass verschiedene Faktoren ursächlich sein könnten.
          Auch Dr. Rimkus erwähnt, dass eine Gewichtszunahme nicht einfach durch Hormoneinnahme verschwindet (hierzu ist die Erklärung ebenso in dem Blogbeitrag ab „Bierbauch“ zu finden.)

          Ich kann diese Aussage nicht nachvollziehen, dass ein zu schnelles Anheben von Östrogen der Grund für Zunahme sein soll. Je schneller (natürlich mit einem gewissen erforderlichen Zeitumfang) die Zielbereiche erreicht werden, um so eher ist der Mangel ausgeglichen und die „Matronen-Figur“, wie sie die beiden Ärzte nennen, bleibt fern.

          Wassereinlagerungen sind bei Anwendung von bioidentischen Hormonen in der Anfangszeit möglich, da Östrogen besser fettlöslich ist und rascher ansteigt als Progesteron. Dies ist aber bei guten Dosierungen (leider unser größtes Problem, dass Therapeuten nicht nach der Original-Methode behandeln) eine sehr kurze Phase.

          Alles Gute weiterhin,
          Ruth

          1. Bettina

            PS: Zu den Ärzten: nach dem, was ich bisher so gelesen habe, scheuen sich viele Ärzte, vor allem Gynäkolog**innen, hohe Östrogenwerte zu verschreiben, da sitzt die Angst vor Krebs, verursacht durch die synthetischen Hormone, zu tief. Und damit verhindern sie letztlich die durchgreifende Wirkung, da stimme ich dir vollkommen zu und haben dann im Grunde Rimkus auch nicht wirklich verstanden. Ich musste mich auch erst an den Gedanken gewöhnen, dass ich wieder Hormonwerte wie in meinen Dreißigern bekommen soll.

  4. Bettina

    Ja, leider sagt Dr. Beck das so, die Begründung ist jedoch für mich nicht einsehbar. Wenn man aufgrund von Hormonmangel zunimmt, müsste man doch bei Auffüllen der Hormone bei entsprechender Lebensführung wieder abnehmen, zumindest , wenn man seinen Wert erreicht hat. Alles andere macht keinen Sinn. Bei mir sind die Schilddrüsenwerte okay. Meine Ärztin sagt, dass durch den Progesteronmangel schon vor den Wechseljahren häufig die Gewichtszunahme beginnt. Bei zu schnellem Anheben des Östrogenspiegels mit Rimkus kommt es häufig zu Wassereinlagerungen und man nimmt zu. Das ist ihre Erfahrung. Natürlich wird ein hoher Wert angestrebt. „Solange der Körper im Mangel ist kann eine Gewichtszunahme erfolgen“ schreibst du sinngemäß. Natürlich, das hat er ja schließlich jahrelang so gehandhabt, allerdings ist es nicht einzusehen, dass er unter Anhebung des Östrogenspiegels NOCH MEHR zunimmt und zwar deutlich DURCH die Kapseln, wie es bei vielen Frauen ja anscheinend der Fall ist. bin 65 und seit 15 Jahren in der Postmenopause, da muss man etwas anders vorgehen als bei Frauen in der Prä- oder Perimenopause. Du darfst den Mangel nicht sehr schnell ausgleichen, du schreibst doch selbst, dass erstmal die Transporter in der Leber jeweils gebildet werden müssen, der Körper hat sich im Mangel eingerichtet. Meine Ärztin setzt das Progesteron eher höher und das Östrogen im Verhältnis noch niedriger an. Das wird jetzt alle drei Monate angehoben. Ich finde es beunruhigend wie viele Frauen enorme Gewichtszunahmen haben unter Rimkus und wie viele nicht wirklich gut ausgebildete Ärzte Rimkus anbieten.

    1. Hallo Bettina,

      ‚Schilddrüsenwerte okay‘ ist ein sehr weiter Begriff. Okay, weil es ein Arzt gesagt hat, der sich auskennt oder hast du selber Wissen dazu? Ansonsten sagt ein Arzt ‚okay‘, wenn die Werte innerhalb der Referenzbereiche des Labors sind, egal wo.

      Jedes Rädchen im Stoffwechsel muss funktionieren und alleine der Hormonmangel verlangsamt die „Systeme“. Daraus resultieren weitere Defizite und Funktionsstörungen. Es kann ja sein, dass du alles ins Lot bringst, lass dich überraschen und berichte gerne. Es wird nur nicht mit einem Fokus auf Rimkus funktionieren, es sind sicherlich sehr viele andere Dinge nötig, ob es Nährstoffe, Aminosäuren sind oder eiserne Disziplin beim Essen und Sport. Es gibt viele Möglichkeiten, um an das Optimum zu kommen.

      Wir haben ja kein ‚zu schnelles Anheben des Östrogenspiegels‘. Die Erhöhungen erfolgen nach Jahrzehnten bewährten Erhöhungen. Es ist aber nicht vermeidbar, dass Östrogen aufgrund seiner besseren Fettlöslichkeit meist besser ansteigt und Progesteron hinterherhängt. Aber auch dafür gibt es Möglichkeiten und es wäre ein sehr kurzer Zeitraum, wenn es richtig gehändelt wird.

      Leider kann ich das nicht bestätigen, dass durch Östrogen das Gewicht der Frauen ansteigt. Man muss hier sehr genau hinschauen, wie dosiert wird zu den Werten und erkennt, dass hier nicht nach der Original-Methode behandelt wird. Nur viele Frauen wissen davon nichts.

      Nein, es macht keinen Unterschied in der Rimkus-Dosierung wie lange man im Mangel ist. Es ist ein Unterschied, ob bereits Östrogen nötig ist, was in der Prämenophase z.B. nicht der Fall ist. Wir dosieren ’sanft‘ auf, eben wegen SHBG. Die ersten Dosierungen sind quasi immer ‚unterdosiert‘, damit sich der Körper nach dem (langen) Mangel wieder an Hormone gewöhnen kann. Die übliche Anfangsdosierung ist 0,5mg Östrogen und 60mg Progesteron. Wenn noch nicht bekannt ist, ob ein Hormon evtl. mehr „Unterstützung“ als das andere benötigt, wird von Dr. Rimkus und Dr. Dr. Beck auf den Seminaren von 10% Unterschied gesprochen. Auch sollte man beachten, dass gewisse niedrige Östrogendosierungen bei Frauen nichts bewirken. 0,5mg Östrogen ist daher eine Dosierung, die als bewährte Anfangsdosierung gilt. Auch bei anderen Einnahmeschematas vor der Postmenopause und als evtl. nötige Stützdosis in der Perimenopause.

      Da gebe ich dir absolut Recht, die Probleme mit nicht nach der Original-Methode arbeitenden Ärzten ist für uns groß, daher finde ich immer noch am besten, sich selbst mit den Grundlagen vertraut zu machen und so zu erkennen, wenn etwas nicht so läuft wie es sollte, um es mit dem behandelnden Rimkus-Therapeuten zu besprechen. Um so mehr freut es mich, dass es ab 01.05.24 eine neue Rimkus-Praxis gibt, die zum Labor Rosler gehört und die Original-Methode praktizieren wird!

      Hormone wie in den 30ern kann ich so nicht bestätigen. Hier hattest du wesentlich höhere Werte. Um den Eisprung z.B. ist der Östrogenwert durchaus 400pg/ml. Von diesen Werten sind wir weit entfernt. Ich bin überzeugt, dass ich mir mit den erforschten Rimkus-Normbereichen die beste Basis für die Gesundheitsprävention schaffe. Sowie weiteren Anwendungen/Einnahmen, die ich zur Unterstützung sehr wertvoll halte.

      Viele Grüße,
      Ruth

      1. Bettina

        Liebe Ruth,

        ich denke, wir meinen dasselbe. Mit dem Schreiben entstehen oft Missverständnisse. Ich habe mich auch sehr gut informiert, wenn auch nicht so intensiv wie du natürlich. Man ist allgemein immer selbst verantwortlich für sein Wohlergehen, zumal viele Ärzte leider nur nach Schema F handeln, auch Rimkus Ärzte. Ich habe mich in den letzten Jahren wegen immer wiederkehrender Blasenentzündungen auch sehr intensiv mit den Vorgängen im Körper beschäftigt und musste sehr viel selbst entscheiden und Mittel zum Teil im Ausland besorgen, Urinproben in die USA schicken etc. So bin ich auch auf Rimkus gestoßen und bin von der Methode sehr überzeugt, ist alles sehr schlüssig. Ich habe bloß nicht mehr viel Vertrauen in Ärzte und befürchte, wenn irgendetwas nicht nach Schema verläuft, schließlich sind wir alle völlig unterschiedlich, haben andere Beschwerden und Stoffwechsel etc, dass dann nicht individuell auf die Patientin eingegangen wird. Viele Beschwerden, die im Forum geschildert werden, sind darauf zurückzuführen, fürchte ich. Ich bekomme die von dir angesprochene Dosierung,Testosteron ist etwas höher bei 70, was mir wegen meiner Augenentzündungen sehr recht ist. Ist meine erste. Ist aber gut möglich ,dass sie bei meinem enormen Mangel ( beide Werte sind hundertfach erniedrigt!) noch nichts bewirkt. Das mit den Dreißigern war aus der Hüfte geschossen, mit den konkreten Werten habe ich mich noch nicht beschäftigt, werde mich aber immer weiter einlesen, ich bin da wie du ;-). Wir können gern auch mal telefonieren, wenn bei mir eine konkrete Frage auftaucht ( gegen Bezahlung natürlich), finde deine Beschreibung sympathisch. Die Schildrüsenwerte sind von der Ärztin im Labor überprüft worden, sind im Referenzbereich, sollte ich zunehmen, werde ich mehr nachforschen. Das Labor ist Nordlab. Ich wundere mich, dass sie bei diesem Mangel überhaupt noch funktioniert. Danke und dir auch alles Gute.

        1. Hallo Bettina,

          ja, so denke ich auch: Selbstinformation bringt einen weiter!
          Testosteron-Dosierung von 70? Ich kann mir nicht vorstellen, was es sein könnte. Bei Entzündungen denke ich eher an Progesteron und bei Augen an Östrogen, da oft die Trockenheit für Vieles ursächlich sein könnte.

          Nordlab ist mir das Testkit nicht bekannt. Ich würde es an deiner Stelle mal anfragen, dann weißt du, ob die Werte realistisch sein können. Finde ich immer gut zu wissen.

          Funktionieren und funktionieren, das ist so eine Sache.;-) Auch Steroidhormone wie Östrogen und Progesteron sind in minimalsten Maße im Körper vorhanden. Wäre das nicht der FAll, wäre es nicht mit dem Leben vereinbar.;-)

          Freut mich sehr, dass du mich sympathisch findest.

          Ein schönes Wochenende,
          Ruth

          1. Bettina

            Testosteron war ein Verschreiber, ich meinte natürlich Progesteron mit 70 mg. Schade, dass du Nordlab nicht kennst, welches Testkit sollte es denn sein? Kann ich das Labor direkt anfragen? Ich habe vielleicht doch ein konkretes Thema für ein Telefonat, die Rimkuspausen. Macht man die auch noch in der Postmenopause? Wie gesagt, ich stehe noch am Anfang, viel gelesen und doch noch viele Fragen. Welches Rimkusbuch oder von Beck empfiehlst du, wenn es nicht ganz so laienhaft sein soll? Ich möchte schon mehr über die Hormone erfahren. Dir auch ein schönes Wochenende!

          2. Teil 2:
            Ah, das macht Sinn, 70mg Progesteron.;-) Ruf einfach bei dem gewünschten Labor an und frage, welches Testkit sie zur Blutauswertung von Östrogen, Progesteron und FSH verwenden. Die Antwort sollte Roche sein. Bisher habe ich noch keine andere Info bekommen.

            Zur Pause Postmeno gibt es verschiedene Ansichten: Dr. Dr. Beck empfiehlt in den ersten 3 Monaten der Einnahme 21 Tage zu nehmen und 7 Tage zu pausieren. Normalerweise erfolgt eine Blutung, wir nennen sie eine „Reinigung“. Ansonsten wird nur pausiert, wenn eine (hell-)rote Blutung erfolgt. Dr. Rimkus erwähnt diese Vorgehensweise der ersten 3 Monate nicht, sagt aber, dass man, wenn keine Blutungen mehr auftreten, alle 1, 2 Jahre absetzen sollte. Kommt nach 4 Tagen nichts, kann man es dauerhaft dabei belassen nicht mehr zu pausieren.

            Hier findest du Bücher und eine kurze Beschreibung: http://www.rimkus-wohnzimmer.de/buecher-rimkus-methode Sie sind alle auf Ihre Weise interessant und informativ. Das umfassendste dürfte das 1. von Dr. Dr. Beck sein „Natürliche Hormone“.

            Viele Grüße,
            Ruth

  5. Bettina

    Deine Blogbeiträge zum Thema habe ich gelesen.

  6. Bettina

    Eine wichtige Frage noch: Du schreibst, dass es Unterschiede bei den Apotheken gibt und dass du deshalb in 2020 leicht abgesunkene Werte hattest. Das beunruhigt mich ziemlich. Wie kann das sein? Geben manche Apotheken nicht die rezeptierte Menge an Hormonen hinein? Das wäre ja geradezu rechtswidrig und unlauter. Ich frage, weil ich über meine Apotheke auch schon Negatives gelesen habe. Vielleicht sollten wir einen Telefontermin ausmachen.

    1. Hallo Bettina,

      das kann ich dir nicht mit Gewissheit sagen. Es tauchte das Thema zu einer Apotheke im Hormon-Netzwerk auf und ich wollte es auch testen. Dieses Mal war es so, dass nicht zu niedrige Dosierungen die mögliche Ursache zeigten, sondern es hörte sich wirklich an, es passt was nicht. Der Apotheker hatte sich damals aber auch zu Wort gemeldet. Warum sollte er das tun, wenn was nicht stimmt? Auch mit Dr. Dr. Beck hatte ich dazu gesprochen. Er habe sie ausprobiert und keine Abweichung festgestellt. Warum es bei mir gefallen ist, könnte natürlich auch ein Zufall gewesen sein – ein ungünstiger gerade dann, aber die Dosierung, die ich damals schon länger verwendet hatte, ging danach nicht mehr. Auch nicht nach dem Apothekenwechsel. Ich kenne auch einige, bei denen es gut lief, alles in Ordnung war. Es klärte sich nie auf und ich habe seither auch keine Veränderungen mehr gesehen. Vielleicht war es auch nur ein Versehen? Wo Menschen, da Fehler, würde ich sagen.
      Mich hat es absolut nicht beunruhigt, warum sollte es das jemanden in so einem Fall? Man nimmt eine andere Apotheke oder spricht mit der Apotheke darüber, ob es eine Lösung gibt. Halb so wild.;-)

      Teil 2 folgt sogleich …

  7. Bettina

    Danke, Ruth. Meine Ärztin hat von einer Pause nach 21 Tagen nichts gesagt, ich nehme zumindest bis zum nächsten Termin nach gut zwei Monaten also durch, ich werde sie auch danach fragen.
    Mich hat die Apothekenfrage beunruhigt, da ich vielleicht viel Geld für wenig wirksame Kapseln bezahle, da ich das im Forum schon häufiger gehört habe, aber da hatte es dann vielleicht auch andere Gründe. Bis jetzt merke ich von meinen Kapseln eigentlich nichts, aber es sind ja auch nur knapp drei Wochen. Wahrscheinlich kommen jetzt erst so langsam Hormone in den Organen an. Ich wünsche dir eine schöne Woche.

    1. Hallo nochmal, Bettina!

      Wie gesagt, diese Art der Pause ist von Dr. Dr. Beck gekommen, es ist nicht unbedingt ein Muss. Normalerweise kommen Blutungen dann auch so durch, wie meine Erfahrung zeigt.

      So schlimm ist das auch nicht, man bräuchte im Endeffekt evtl. eine höhere Dosierung oder man wechselt eben dann die Apotheke, wenn man nicht zufrieden wäre. Aber an sich ist das eines unserer letzten Probleme, die wir haben. Eher ist unser Problem, dass nicht nach der Original-Rimkus-Methode behandelt wird. Besonders wer nicht so gut informiert ist, merkt es erst, wenn es nicht wirklich funktioniert oder gibt vorher schon gefrustet auf.

      Das finde ich jetzt auch nicht ungewöhnlich, wenn es nach 3 Wochen noch keinen oder keinen großen Effekt der Einnahme gibt. Öfters wird gesagt, es ist im 2. Monat schon etwas Positives zu spüren, lässt aber wieder nach. Klar, es ist einfach noch zu wenig und der Körper möchte noch mehr.;-)

      Lieben Dank, ich wünsche dir auch eine schöne Woche!
      Ruth

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